![]() |
The Rilke Website: complete index of translations by titles in English and German |
A
[Almond trees in flower:]
all that we can achieve is, with
nothing remaining, to recognize /
ourselves in earthly appearance.
[And once I took between my two hands]
your face. The moon's light fell upon it.
Anxiousness
In the faded forest sounds the call of a bird,
which seems so meaningless in this faded forest.
Archaic Torso of Apollo
....Otherwise this stone would stand half disfigured
under the transparent fall of the shoulders, and wouldn't shimmer
like the skin of a wild animal...
At the Edge of Night
My room and these distances,
awake over the darkening land, / are one.
Autumn Day
Lord: it is time. The summer was immense.
Let thine shadows upon the sundials fall,
and unleash the winds upon the open fields.
Autumn
The leaves are falling, falling as if from afar,
Autumn, Prelude to
A musical composition for solo guitar/lute,
played as accompanimant to the poem
A Walk
Already my gaze is upon the hill, the sunny one...
A Woman Going Blind
She sat there like the others with their tea.
A Woman in Love
...How far does my life reach,
and where does the night begin?
A Woman in Love: 4th movement
of The Shepherd's Purse
a song cycle for soprano, oboe
and harp (intro)
(listen); (pdf)
B
Before Summer Rain
All at once from the green of the park,
one can't quite say, something is taken away;
[Behind the innocent trees]
old Fate slowly gives form
to her mute face.
Black Cat
A ghost is at least still like a place
against which your gaze bumps with a sound;
C
Complaint
To whom shall you complain, heart? Ever more shunned
your way wrestles through the impenetrable / people.
Complaint: 1st movement
of The Shepherd's Purse
a song cycle for soprano, oboe
and harp (intro)
(listen); (pdf)
Corpse Washing
They had grown used to him.
Cretan Artemis
Wind of the foothills: wasn't her
brow like some luminous object?
D
Death Experience
We know nothing of this going away, that
shares nothing with us.
Departure
: a plumtree perhaps
out of which a cuckoo, hastily, flew away.
E
Early Apollo
As when sometimes through the still leafless
branches a morning appears that is already / wholly spring:
Entrance
Whoever you are: Step out into the evening
out of your living room, where everythin is so known;
Entrance: a part of Elegies
for a 1/4 Moonfor cello solo
music for cello solo based
on the poem
(listen); (pdf)
Eve
Standing at the foot of the cathedral's great
ascent, unadorned, close to the window-rose,
Evening
Slowly the evening changes into the clothes
held for it by a row of ancient trees;
[Exposed on the mountains of the heart]
Exposed on the mountains of the heart. See, how small there,
see: the last hamlet of words, and higher,
[Exposed on the mountains of the heart]:
1st movement of the Winter Songs
a song cycle for mezzo-soprano and
solo violin (intro)
(listen); (pdf)
I
[I am too alone in the world,]
[I believe in everything not yet said]
[I live my life in growing rings...]
Imaginary Life Journey
First a childhood, limitless and without
renunciation or goals.
[Inconstant scales of Life]
Initial
Out of infinite longings rise
finite deeds like weak fountains,
[Its's possible I'm moving through the hard veins]
L
Lament
O how is everything so far away
and so long ago departed.
Lament (intro)
a composition for double choir
of 2 x 12 female voices
(listen); (pdf)
Loneliness
Loneliness is like a rain.
It rises from the sea to meet the evening;
Love Song
How shall I hold on to my soul, so that
it does not touch yours?
M
[My life is not this vertical hour]
O
[O beautiful sheen of the shy mirror image!]
How it may shine, for nowhere does it endure.
Out of an April
Then it is quiet. Even the rain goes more softly
over the stones' peacefully darkening shine.
P
Palm
Palm of the hand. Sole, that no longer walks
but on feeling.
Piano Practice
The drone of summer. The fatigue of afternoon;
she airs confusedly her new dress
Pont du Carrousel
The blind man who stands on the bridge,
grey, as if a markstone of nameless realms...
Prayer
Night, silent night, in which are woven
wholly white things, red, colorful things,
Premonition
I am like a flag surrounded by vast, open space.
I sense the coming winds and must live through them.
Progress
And once again the depth of my life rush onward,
as if they were moving in wider channels now.
R
Remembrance
And you wait, expecting that one thing
that your life endlessly shall multiply;
S
Solemn Hour
Whoever cries now somewhere in the world,
without reason cries in the world, / cries about me.
Spanish Dancer
As a wooden match held in the hand, white...
|
Sonnets to Orpheus [FIRST PART]
|
|
Sonnets to Orpheus [SECOND PART]
|
A
Abend
Der Abend wechselt langsam die Gewänder,
die ihm ein Rand von alten Bäumen hält;
Abschied
: vielleicht ein Plaumenbaum,
von dem ein Kuckuck hastig abgeflogen.
Am Rande der Nacht
Meine Stube und diese Weite,
wach über nachtendem Land, / ist Eines.
An die Musik
...Du Fremde: Musik.
Du uns entwachsener Herzraum. Innigstes unser,
das, uns übersteigend, hinausdrängt,
Archaïscher Torso Apollos
...Sonst stünde dieser Stein enstellt und kurz
unter der Schultern durchsichtigen Sturz
und flimmerte nicht wie Raubtierfelle...
Aus Einem April
Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser
über der Steine ruhig dunkelnded Glanz.
[Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens]
Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Siehe, wie klein dort,
siehe: die letzte Ortschaft der Worte, und höher,
B
Bangnis
Im welken Walde ist ein Vogelruf,
der sinnlos scheint in diesem welken Walde.
D
Das Lied des Blinden
Ich bin blind, ihr draussen, das ist ein Fluch...
Das Karussell
Mit einem Dach und seinem Schatten dreht
sich eine kleine Weile der Bestand
von bunten Pferden,
Das Lied des Aussätigen
Sieh., ich bin einer, den alles verlassen hat.
Keiner weiß in der Stadt von mir.
Das Lied des Bettlers
Ich gehe immer von Tor zu Tor...
Das Lied des Blinden
Ich bin blind, ihr draussen, das ist ein Fluch...
Das Lied des Idioten
Sie hindern mich nicht. Sie lassen mich gehen.
Sie sagen, es könnte nichts geschehn.
Wie gut.
Das Lied des Selbstmörders
Also noch einen Augenblick.
Das Lied des Trinkers
Es war nicht in mir. Es ging aus und ein.
Da wollt ich es halten. Da hielt es der Wein.
Das Lied der Waise
Ich bin Niemand und werde auch Niemand sein.
Jetzt bin ich ja zum Sein noch zu klein;
Das Lied der Witwe
Am Anfang war mir das Leben gut.
Das Lied des Zwerges
Meine Seele ist vielleicht grad und gut...
Das Rosen-Innere
Wo ist zu diesem Innern
ein Außen?
Der Apfelgarten
Komm gleich nach dem Sonnenuntergange,
sieh das Abendgrün des Rasengrunds;
Der Berg
Sechsunddreißig Mal und hundert Mal
hat der Maler jenen Berg geschrieben,
Der Einsame
Wie einer, der auf fremden Meeren fuhr,
Der Leser
Wer kennt ihn, diesen, welcher sein Gesicht
wegsenkte aus dem Sein zu einem zweiten,
Der Nachbar
Fremde Geige, gehst du mir nach?
Der Panther
Sein Blick ist vom Vorübergehen der Stäbe
so müd geworden, daß er nicht mehr hält.
Der Schwan
Diese Mühsal, durch noch Ungetanes
schwer und wie gebunden hinzugehen...
Die Erblindende
Sie saß so wie die anderen beim Tee.
Die Gazelle
Verzauberte: wie kann der Einklang zweier
erwählte Worte je den Reim erreichen...
Die Insel I
Die nächste Flut verwischt den Weg im Watt...
Die Liebende
...Bis wohin reicht mein Leben,
und wo beginnt die Nacht?
[Die Mandelbäume in Blüte:]
alles, was wir leisten können, ist, sich
ohne Rest zu erkennen in der irdischen Erscheinung.
Die Schwestern
Sieh, wie sie dieselben Möglichkeiten
anders an sich tragen und verstehn,
[Du im Voraus verlorne Geliebte]
[Du Berg, der blieb, da die Gebirge kamen]
E
Eingang
Wer du auch seist: Am Abend tritt hinaaus
aus deiner Stube, drin du alles weißt;
[Einmal nahm ich zwischen meine Hände]
dein Gesicht. Der Mond fiel darauf ein.
Einsamkeit
Einsamkeit ist wie ein Regen.
Sie steigt vom Meer den Abenden entgegen;
Ernste Stunde
Wer jetzt weint irgendwo in der Welt,
ohne Grund weint in der Welt, / weint über mich.
Eva
Einfach steht sie an der Kathedrale
großem Aufstieg, nah der Fensterrose,
Erinnerung
Und du wartest, erwartest das Eine,
das dein Leben unendlich vermehrt;
F
Fortschritt
Und wieder rauscht mein tiefes Leben lauter,
als ob es jetzt in breitern Ufern ginge.
Früher Apollo
Wie manches Mal durch das noch unbelaubte
Gezweig ein Morgen durchsieht, der schon ganz
im Frühling ist:
G
Gebet
Nacht, stille Nacht, in die verwoben sind
ganz weiße Dinge, rote, bunte Dinge,
H
Handinneres
Innres der Hand. Sohle, die nicht mehr gehr
als auf Gefühl.
Herbst
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
[Hinter den schuld-losen Bäumen]
langsam bildet die alte Verhängnis
ihr stummes Gesicht aus.
I
[Ich bin auf der Welt zu allein]
[Ich lebe mein Leben im wachsenden Ringen...]
[Ich glaube an Alles nog nie Gesagte]
Imaginärer Lebenslauf
Erst eine Kindheit, grenzenlos und ohne
Verzicht und Ziel.
[In diesem Dorfe steht das letzte Haus]
Initiale
Aus unendlichen Sehnsüchten steigen
endliche Taten wie schwache Fontänen,
K
Klage
O wie is alles fern
und lange vergangen.
Klage
Wem willst du klagen, Herz? Immer gemiedener
ringt sich dein Weg durch die unbegreiflichen / Menschen.
Kretische Artemis
Wind der Vorgebirge: war nicht ihre
Stirne wie ein Lichter Gegenstand?
L
Leichen-Wäsche
Sie hatten sich an ihn gewöhnt.
Liebes-Lied
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt?
M
[Mein Leben ist nicht diese steile Stunde]
O
[O schöner Glanz des scheuen Spiegelbilds!]
Wie darf es glänzen, weil es nirgends dauert.
P
Pont du Carrousel
Der blinde Mann, der auf der Brücke steht,
Grau, wie ein Markstein namenloser Reiche...
S
Schwarze Katze
Ein Gespenst ist noch wie eine Stelle,
dran dein Blick mit einem Klange stößt;
Spanische Tänzerin
Wie in der Hand ein Schwefelzündholz, weiß...
|
Sonnete an Orpheus [ERSITER TEIL]
|
|
Sonnete an Orpheus [ZWEITER TEIL]
|
![]() |
The Rilke Website Poster |